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Ergänzungen zum Gesundheitsmarkt und ZU DEN VAE
VAE: Ausgaben für Gesundheitsvorsorge steigen um das Vierfache
Die Ausgaben für Gesundheitsvorsorge in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) werden sich voraussichtlich bis zum Jahr 2025 von derzeit rund 15 Milliarden US-Dollar auf 60 Milliarden US-Dollar erhöhen. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Beratungsunternehmens McKinsey hervor, die im Rahmen der MEED Middle East Health Care Konferenz in Abu Dhabi vorgestellt wurde. Als Hauptgrund für den enormen Anstieg nennt Viktor Hedinger, Gesundheitsexperte bei McKinsey, die stark steigende Anzahl von Diabetes-Erkrankungen unter der Bevölkerung der Emirate.
Angesichts dieser rasanten Entwicklung und einer fundamentalen Unterversorgung in vielen Bereichen des Gesundheitssystems, sollte bereits jetzt verstärkt in den Ausbau der medizinischen Grundversorgung, präventiven Vorsorge und Rehabilitation investiert werden, so Viktor Hedinger. Auch die Regierung sollte künftig eine aktivere Rolle in der Gesundheitsindustrie einnehmen und ein besseres Forum für den privaten Gesundheitssektor bilden. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der MEED Middle East Health Care Konferenz deutlich, dass das gesamte Gesundheitssystem der VAE stark verbessert werden muss, um den künftigen Herausforderungen gerecht zu werden.
„Golf-Emirate sind Nation der Zukunft“
Die Finanzkrise hat in den vergangenen Wochen die weltweiten Aktien- und Immobilienmärkte heftig erschüttert. Die VAE sind jedoch von der Finanzkrise kaum berührt. „Trotz der jüngsten Markturbulenzen werden die VAE weiter boomen und Risiken in Chancen ummünzen“, sagt Sheikh Mohammed Bin Rashid Al Maktoum, Regierungschef von Dubai und Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Emirate beim ersten World Economic Forum (WEF) in Dubai. Das „strenge Finanzregime“ der VAE habe negative Einflüsse der Finanzkrise abgewehrt.
Sheikh Mohammed sieht die Golf-Emirate als „Nation der Zukunft“, da sie ungeachtet der aktuellen Marktsituation auch weiterhin ein stabiles Wachstumsumfeld bieten. Der internationale Währungsfonds IWF rechnet in den VAE mit einem Realwachstum von 7 Prozent in 2008 und 6 Prozent in 2009.
Mit eigenem Geld finanzierte Projekte sind nicht von der Krise betroffen
Trotz stabiler Rahmenbedingungen wird in einigen Medien darüber spekuliert, in welchem Umfang sich die Immobilienkrise auf den Bauboom in den Vereinigten Arabischen Emiraten auswirkt. Dabei muss man zwischen den Emiraten unterscheiden: Während insbesondere in Dubai mehrere Milliardenprojekte – wie beispielsweise Hotel- und Büroimmobilien der Superlative – nicht ohne das Kapital fremder Investoren realisiert werden können, sieht es in Abu Dhabi ganz anders aus: Dort bauen die Entwickler mit eigenem Geld und sind – im Gegensatz zu Dubai – nicht auf Fremdkapital angewiesen.
In der derzeitigen Situation wirkt sich dies besonders positiv aus, da die mit eigenem Geld finanzierten Projekte nicht von der Krise betroffen sind. „Bei Investments, die aus der Schatulle finanziert werden, weiß keiner, wie es weitergeht“, sagt ein Marktbeobachter gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (siehe FAZ vom 3.11.2008). Das ein oder andere Projekt werde in Dubai wohl auf sich warten lassen. Die Hoffnungen der Region richten sich daher noch stärker als bisher auf Projekte in Abu Dhabi und Saudi-Arabien.
Jones Lang Lasalle: Immobilienmärkte im Mittleren Osten trotzen der Krise
Auch das internationale Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang Lasalle sieht die Immobilienmärkte des Mittleren Ostens als zukünftige Gewinner: Der Mittlere Osten dürfte von der globalen Kreditkrise nur wenig in Mitleidenschaft gezogen werden, heißt es in einer aktuellen Umfrage unter 350 Projektentwicklern, Staatsfonds und eigenkapitalstarken Investoren aus der Region. Mehr als die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass die Vereinigten Arabischen Emirate in den kommenden ein bis zwei Jahren den Immobilienmarkt mit der besten Performance bieten.
Besonders zuversichtlich zeigen sich auch hier die Investoren gegenüber Abu Dhabi. Zum Hintergrund: Den Preisen für Immobilien liegt zunehmend eine Beurteilung des Cash-Flows zugrunde, was die Entwicklung der Immobilienmärkte weg von einer Projektentwicklungs- und hin zu einer Kapitalmarktbasis widerspiegelt, heißt es von Jones Lang Lasalle. Nachdem die angespannte Lage an den Kreditmärkten zu immer weniger spekulativen Exit-Gelegenheiten führt, ist mit einer größeren
Transaktionsaktivität dann wieder zu rechnen, wenn die Wertanforderungen der Verkäufer den Ertragsbewertungen eher entsprechen.
Hinzu komme eine erhöhte Markttransparenz, die das Vertrauen der Investoren weiter stärken solle, so Jones Lang Lasalle weiter. In den VAE seien daher Regierungsinitiativen wie die Einführung internationaler Best-Practice-Gesetzgebungen und die Durchsetzung von Corporate Governance-Initiativen.
Deutsche Botschaft in Abu Dhabi unterstützt German General Hospital
Der Vorstand des German General Hospital (Middle East), LLC., Markus Eulig und Oliver Schorn, sowie der kaufmännische Leiter Alexander Heinz haben dem deutschen Botschafter in Abu Dhabi, Klaus-Peter Brandes, das Krankenhausprojekt präsentiert. Der Bau und Betrieb des German General Hospital wird durch den SHEDLIN Middle East Health Care 1 finanziert.
Klaus-Peter Brandes war positiv überrascht über die große Anzahl an deutschen Mitarbeitern (aktuell: vier Ärzte, vier Arzthelferinnen, drei Medizinisch-Technische-Assistenten, zwei Physiotherapeuten), die nach Abu Dhabi ziehen. Er hat dem Projekt seine volle Unterstützung zugesagt und es bereits dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch in den VAE sowie der deutschen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt vorgestellt.
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